Glossar

AIS Arztinformationssystem (Primärsystemsoftware)
Allgemein zugänglicher Bereich Der sogenannte „Allgemein zugängliche Bereich“ umfasst all die Orte in einer Arztpraxis, in einer Apotheke oder in einer Station eines Krankenhauses (z. B. Wartebereich), die ständig oder zeitweise ohne wirksame Aufsicht oder einfache Zugangskontrolle sind.
Siehe auch: Zugänglicher Bereich, Gesicherte Umgebung
Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)

Arzneimitteldokumentation zur Vermeidung der Verordnung von Medikamenten, die negative Wechselwirkungen mit einer aktuellen medikamentösen Therapie auslösen. Die AMTS gehört zu den freiwilligen Anwendungen, d. h. der Patient kann selbst entscheiden, ob er diese Anwendung nutzen möchte.

AVS

Apothekenverwaltungssystem (Primärsystemsoftware)

BSI

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Card Operating System (COS)

Übliche übergreifende Bezeichnung für ein Chipkarten-Betriebssystem

Dezentrale Komponenten

 

Dezentrale Komponenten sind Komponenten der Telematikinfrastruktur in den lokalen Umgebungen der Leistungserbringer und Kostenträger. Beispiele für dezentrale Komponenten der TI sind: eHealth Kartenterminals, Konnektor eGK, HBA, SMC-B.

eGK

Elektronische Gesundheitskarte

eHealth-BCS-Terminal

eHealth-BCS-Terminals sind speziell konzipierte Terminals, die derzeit seit dem Basis-Rollout der Telematikinfrastruktur zum Einsatz kommen. Sie werden in den kommenden Jahren durch neue eHealth-Terminals, die per LAN-Verbindung über einen Konnektor an die TI angeschlossen werden, abgelöst (siehe SICCT).

eHealth-Terminal

Das eHealth-Terminal ist ein LAN-fähiges Kartenterminal nach SICCT-Spezifikation, das die speziellen Anforderungen zum Lesen und Schreiben von Daten auf die eGK und zur sicheren Kommunikation mit der Telematikinfrastruktur erfüllt.
gematik

Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH

Generation 2 - Karte (G2)

Da eine Kartengeneration aufgrund der verwendeten Algorithmen und Eigenschaften in der Regel nur eine begrenzte Einsatzlaufzeit hat, muss eine nächste Kartengeneration frühzeitig konzipiert werden.
Seit Ende Jahres 2016 mussten deswegen die ersten neu G2-Karten in der Telematikinfrastruktur ausgegeben werden, um die abgelaufenen G1-Karten zu ersetzen. G2-Karten zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass alle Kartentypen (eGK, HBA, SMC-B, ...) auf einem gemeinsamen Grundmodell beruhen und damit nur eine Kartenspezifikation existiert.

Gesicherte Umgebung

Als gesicherte Umgebung gelten die Bereiche im zugänglichen Bereich, die unter ständiger Kontrolle durch Personal sind. Kann die Kontrolle für einen Zeitpunkt nicht ausgeübt werden, ist sichergestellt, dass weitere Maßnahmen ergriffen werden (z. B. Verschließen von Räumen oder Wegschließen von Geräten).
Siehe auch: Zugänglicher Bereich, allgemein zugänglicher Bereich

HBA

Heilberufsausweis
Der HBA identifiziert den Heilberufler (Arzt, Apotheker, Zahnarzt, ...) als berechtigte Person.
KIS

Krankenhausinformationssystem (Primärsystemsoftware)

Online-Rollout Stufe 1 (ORS1)

Die Einführung weiterer Anwendungen der TI erfolgt nach dem Basis-Rollout in Stufen. In Stufe 1 wird die Anwendung VSDM (Onlineprüfung - und Aktualisierung der Stammdaten) sowie die Verwendbarkeit von Funktionen des elektronischen Heilberufsausweises (HBA) und Praxisausweis (SMC-B) getestet.

Patientenkarte

Elektronische Gesundheitskarte (eGK)

PIN

Persönliche Identifizierungsnummer. Mit der Eingabe dieser Geheimzahl identifiziert sich eine Person als Inhaber oder als Nutzungsberechtigter von gespeicherten Daten oder Geräteeinstellungen.

Primärsystem

Computer, an dem die Software PVS/AVS/KIS ausgeführt wird und mit dem Kartenterminal kommuniziert.

Primärsystemsoftware

Software, die auf dem Primärsystem installiert ist und in Arztpraxen, Apotheken und Krankenhäusern eingesetzt wird.

PUK Personal Unblocking Key
Ein PUK ist ein elektronischer Schlüssel, der zum Entsperren einer Chipkarte dient, nachdem eine PIN mehrmals falsch eingegeben wurde.

PVS

Praxisverwaltungssystem (Primärsystemsoftware)

Secure Interoperable Chip Card Terminals (SICCT)

Die eHealth-Terminals der zukünftigen Online-Telematikinfrastruktur der gematik basieren auf der SICCT-Spezifikation für SICCT-Kartenterminals.
Die Spezifikation „Secure Interoperable Chip Card Terminals“ wird durch eine Arbeitsgemeinschaft der Teletrust erstellt und hat den Zweck, die Definition und Darstellung eines neuen Basiskonzepts für applikationsunabhängige Chipkarten-Terminals zu definieren.

SICCT

Secure Interoperable Chip Card Terminal
Die SICCT-Spezifikation ist Grundlage des Kommunikationsstandards für die Online-Telematikinfrastruktur im deutschen Gesundheitswesen.
SMC Security Module Card
SMC-B

Die SMC-B (B = Betriebsstätte) dient der Identifikation einer berechtigten Institution im Gesundheitswesen (z. B. Arztpraxis).

SMC-KT

Die SMC-KT (KT = Kartenterminal) dient der Identifikation des individuellen Kartenterminals.

Stationäres Gesundheitskartenterminal

Kartenterminal, das für den dauerhaften Einsatz in der Arztpraxis, einem Medizinischen Versorgungszentrum oder Krankenhaus konzipiert ist. Ein stationäres Terminal ist dauerhaft mit einem Computer des Primärsystems verbunden und wird zum Auslesen von Patientenkarten verwendet.

Zugänglicher Bereich Der sogenannte „zugängliche Bereich“ umfasst all die Orte in einer Arztpraxis, in einer Apotheke oder in einer Station eines Krankenhauses (z. B. Empfangstresen), die ständig unter wirksamer Aufsicht oder einfacher Zugangskontrolle sind.
Siehe auch: Allgemein zugänglicher Bereich, Gesicherte Umgebung

Public Key Infrastruktur (PKI)

In einer Public Key Infrastruktur werden kryptographische Schlüssel und digitale Zertifikate ausgestellt. Die Zertifikate verbinden gleichsam die Identität einer Person, Institution oder eines Programms mit einem kryptographische Schlüssel. Mit Hilfe dieser Schlüssel und Zertifikate kann dann die Integrität von elektronischen Daten geprüft werden. Ebenso können damit Daten für einen Zertifikatsbesitzer verschlüsselt sowie eine sichere Authentifizierung einer Identität durchgeführt werden.

Versichertenstammdatenmanagement (VSDM)

Die Fachanwendung VSDM gehört zu den ersten Anwendungen, die in der Telematikinfrastruktur umgesetzt wird. Die Versichertenstammdaten werden auf der eGK gespeichert. Aktualisierungen dieser Daten werden über die Telematikinfrastruktur zur Verfügung gestellt und dann beispielsweise in der (Zahn-)Arztpraxis aktualisiert auf die eGK geschrieben.
Diese Anwendung ist Teil der aktuell in zwei Testregionen stattfindenden Erprobungsphase.

 

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